Gold zum Anfassen oder auf dem Papier – Welche Anlageform lohnt sich mehr?

Die Renten werden aufgrund des demographischen Wandels immer unsicherer, private Altersvorsorge daher immer interessanter. In diesem Zusammenhang rückt zunehmend die Thematik von Sachanlagen in den Fokus, die Anlage in Sachwerte wird immer gefragter. Eine Möglichkeit dabei: In Gold anzulegen. Der Anleger kann sich hier zwischen Aktien oder physischem Gold entscheiden. Der folgende Überblick soll Ihnen bei der Entscheidung helfen.

Was macht Gold so wertvoll?

Gold gehört zu den wertvollsten Stoffen, die auf der Erde existieren. Denn der Rohstoff ist nicht nur schön, sondern vor allem auch rar. Durch das geringe Vorkommen, das durch den Abbau auch immer weiter abnimmt, sowie durch die hohe Nachfrage können entsprechend hohe Preise verlangt werden.

Die Nachfrage ist groß, da der Rohstoff viele hervorragende Eigenschaften mit sich bringt, die ihn für verschiedenste Branchen interessant macht:

  • Er rostet nicht.
  • Er ist überaus dehnbar und weich.
  • Er verfügt über eine gute Leiterfähigkeit.
  • Er wird in der Industrie vielseitig verarbeitet.
  • Er ist ein gefragtes Material bei der Schmuckherstellung.

Aufgrund der guten Ver- und Bearbeitungsmöglichkeiten wird der Rohstoff immer häufiger recycelt. In Scheideanstalten wird aus Alt-, Bruch- oder legiertem Gold das Edelmetall wiedergewonnen.

Welche Vor- und Nachteile hat der Rohstoff zum Anfassen

Goldbarren oder Münzen sind nicht nur schön anzusehen, sondern bringen dem Anleger auch einige Vorteile. Doch wo positive Effekte entstehen, gibt es ebenso negative. Ein Überblick:

Vorteile Nachteile
Der Rohstoff kann zuhause oder in einem Safe gelagert werden, man besitzt ihn physisch. Für den Versand oder die sichere Verwahrung entstehen Kosten und Gebühren (ggf. jährlich) für Safe oder Schließfach, Transport- und Hausrat-Versicherungen
Barren und Münzen sind ein physisches Gut, dass auch in Zeiten von Krisen und Inflation erhalten bleibt – es ist krisensicher und wertbeständig. Abhängigkeit vom US-Dollar: Goldpreis wird in US-Dollar angegeben, Schwankungen der Währungskurse können Anleger also Geld kosten oder einbringen.

Warum und wann kann das Anlegen in Aktien sinnvoller sein?

Der Handel an der Börse mit Goldwertpapieren, die sich am Goldpreis orientieren, erscheint vielen lukrativer, da die schnell sehr hohen Lagerungskosten von Goldbarren und -münzen entfallen. Die Frage ist, ob Aktien tatsächlich nur positiv zu betrachten sind?

Vorteile Nachteile
Die Möglichkeit in Goldzertifikate und -fonds zu investieren ist vorhanden; so können Anleger sich gegen Währungsschwankungen absichern. Die Investition in Zertifikate und Fonds kostet Anleger jährlich Gebühren in Höhe von zwei bis vier Prozent.
Gold-ECTs orientieren sich am physischen Rohstoff – so verringert sich das Ausfallrisiko für Anleger. Höheres Risiko als beim physischen Gold: Geht der Emittent Konkurs werden die Zertifikate wertlos.
Lassen Anleger sich das Gold nach Hause liefern, fallen Liefer-, Lager- und Versicherungsgebühren an.
Geht der Emittent pleite, verliert der Anleger sein eingesetztes Kapital.

 

Anleger sollten weiterhin bedenken, dass bei Goldwertpapieren ebenfalls Depotkosten anfallen können. Außerdem bedarf es für den Handel an der Börse eine gewisse Expertise oder einen vertrauenswürdigen Berater. 

Fazit

Einen ausführlicheren Überblick über die Vor- und Nachteile der Anlageformen gibt dieser Beitrag. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Goldwertpapiere sich für kurzfristige Investments eignen. Sie können leichter ver- und gekauft werden als der physische Rohstoff.

Das Edelmetall physisch zu besitzen, lohnt sich als langfristige Anlage, da Gold krisensicher und wertbeständig ist. Da der Rohstoff nicht nachwachsen kann und das Vorkommen sich dem Ende neigt, ist davon auszugehen, dass der Wert zukünftig ansteigt. Jedoch sind hier auch kurzfristige Geschäfte nicht auszuschließen.